Häufige Fragen zur Gastroenterologie
Viele Patienten haben vor Untersuchungen wie einer Darmspiegelung oder Magenspiegelung Fragen. Hier finden Sie Antworten auf häufige Themen rund um Vorbereitung, Ablauf und Sicherheit der Untersuchungen in unserer Praxis.
Alle Themen auf einen Blick
Wählen Sie den Bereich aus, zu dem Sie Fragen haben – von der Vorbereitung bis zu unseren Untersuchungsverfahren.
Allgemeine Fragen
Gesetzlich versicherte Patienten benötigen in der Regel eine Überweisung durch ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt. Privatversicherte können häufig auch ohne Überweisung einen Termin vereinbaren.
Auf Wunsch erhalten Sie eine kurze Sedierung. Diese wirkt beruhigend, nimmt Angst und Schmerzen und führt häufig dazu, dass Sie sich später kaum an die Untersuchung erinnern.
Nein. Nach einer Sedierung dürfen Sie nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Bitte organisieren Sie eine Begleitperson, die Sie nach Hause bringt.
Am Tag der Untersuchung sollten Sie:
- kein Auto fahren
- keine Maschinen bedienen
- keinen Alkohol trinken
- keine wichtigen Entscheidungen treffen
Am nächsten Tag sind Sie in der Regel wieder vollständig belastbar.
Unsere Praxis setzt auf moderne Diagnostik und innovative Verfahren, um Untersuchungen möglichst präzise, schonend und komfortabel durchzuführen. Neben der klassischen Magen- und Darmspiegelung bieten wir unter anderem die Kapselendoskopie zur Untersuchung des Dünndarms an. Bei Darmspiegelungen verwenden wir auf Wunsch CO₂, das vom Körper besonders schnell aufgenommen wird und nach der Untersuchung häufig für mehr Komfort sorgt. Für eine entspannte Untersuchung kann zudem eine Sedierung mit Propofol erfolgen. Darüber hinaus unterstützt uns bei der Darmspiegelung auf Wunsch eine KI-gestützte Polypenerkennung, die Auffälligkeiten in Echtzeit analysiert und den Arzt bei der Diagnostik unterstützt.
Weitere Informationen finden Sie in den jeweiligen Bereichen Darmspiegelung und Kapselendoskopie.
Magenspiegelung (Gastroskopie)
Bei einer Magenspiegelung wird ein dünnes flexibles Endoskop über den Mund eingeführt. Damit können Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm untersucht werden.
Die Untersuchung selbst dauert meist nur wenige Minuten.
Ja. Vor der Untersuchung sollten Sie mehrere Stunden nichts essen. Genauere Hinweise zur Vorbereitung erhalten Sie bei der Terminvergabe.
Durch moderne Technik und die Möglichkeit einer Sedierung empfinden die meisten Patienten die Untersuchung als schmerzfrei oder nur leicht unangenehm.
Ja. Falls erforderlich können kleine Gewebeproben (Biopsien) entnommen werden. Dies ist schmerzfrei und dient der genauen Diagnose.
Ja. Auf Wunsch führen wir Darm- und Magenspiegelungen in einer Sedierung mit Propofol durch. Während der Untersuchung schlafen Sie entspannt und nehmen den Eingriff in der Regel nicht bewusst wahr. Die Sedierung wird kontinuierlich überwacht und sorgt für eine möglichst angenehme und stressfreie Untersuchung.
Ultraschall (Sonografie)
Die Sonografie ist ein schonendes Diagnoseverfahren, bei dem mit Hilfe von Ultraschallwellen Bilder der inneren Organe erzeugt werden. Die Untersuchung ist schmerzfrei und kommt ohne Strahlenbelastung aus.
Mit dem Ultraschall können unter anderem folgende Organe beurteilt werden:
- Leber
- Gallenblase und Gallenwege
- Bauchspeicheldrüse
- Bauchschlagader (Aorta)
- weitere Bauchorgane
Für viele Untersuchungen des Bauchraums ist es sinnvoll, einige Stunden vorher nichts zu essen. Dadurch können die Organe besser dargestellt werden. Genauere Hinweise erhalten Sie bei der Terminvergabe.
Nein. Die Untersuchung ist in der Regel vollständig schmerzfrei. Ein Gel wird auf die Haut aufgetragen, damit der Schallkopf die Ultraschallwellen optimal übertragen kann.
Eine Ultraschalluntersuchung dauert meist nur wenige Minuten.
Die Ergebnisse können in der Regel direkt während oder unmittelbar nach der Untersuchung mit Ihnen besprochen werden.
Darmspiegelung (Koloskopie)
Bei der Darmspiegelung wird ein flexibles Endoskop über den After in den Dickdarm eingeführt. So können Veränderungen der Darmschleimhaut erkannt und beurteilt werden.
Damit der Darm gut sichtbar ist, muss er vollständig gereinigt sein. Sie erhalten dafür ein spezielles Abführpräparat sowie eine genaue Anleitung zur Einnahme.
Mehrere Tage vor der Untersuchung sollten Sie keine körnerhaltigen Lebensmittel essen, zum Beispiel:
- Körnerbrot
- Müsli
- Tomaten
- Gurken
- Kiwis
- Himbeeren
- Haferflocken
Diese können die Sicht im Darm beeinträchtigen.
Am Tag vor der Untersuchung sind noch ein leichtes Frühstück und ein leichtes Mittagessen möglich. Danach sollten Sie keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen.
Die Darmreinigung erfolgt mit einer speziellen Trinklösung. Diese wird in zwei Portionen eingenommen – eine am Tag vor der Untersuchung und eine am Untersuchungstag.
Zusätzlich sollten Sie ausreichend klare Flüssigkeit trinken.
Der Stuhl sollte kurz vor der Untersuchung hell und flüssig sein – etwa wie Kamillentee.
Wir empfehlen bequeme, lockere Kleidung am Tag der Untersuchung.
Darmpolypen können sich im Laufe der Zeit zu Darmkrebs entwickeln. Werden sie frühzeitig entdeckt und entfernt, kann das Risiko deutlich reduziert werden.
Bei der Untersuchung kann zusätzlich eine spezielle Software eingesetzt werden, die das Videobild des Endoskops in Echtzeit analysiert. Die künstliche Intelligenz unterstützt den Arzt dabei, mögliche Darmpolypen schneller zu erkennen.
Nein. Die Untersuchung wird vollständig vom Arzt durchgeführt. Die KI dient lediglich als zusätzliche Unterstützung, indem sie auffällige Bereiche im Bild markiert.
Die Software kann sehr kleine Veränderungen der Darmschleimhaut erkennen und auf dem Bildschirm hervorheben. Dadurch kann die Erkennungsrate von Polypen erhöht werden.
Für die Darmspiegelung verwenden wir auf Wunsch Kohlendioxid (CO₂) anstelle von Raumluft. CO₂ wird vom Körper deutlich schneller aufgenommen und über die Atmung wieder ausgeschieden. Dadurch treten nach der Untersuchung häufig weniger Blähungen, Druckgefühle oder Bauchschmerzen auf, was den Komfort für viele Patienten erhöht.
Ja. Auf Wunsch führen wir Darm- und Magenspiegelungen in einer Sedierung mit Propofol durch. Während der Untersuchung schlafen Sie entspannt und nehmen den Eingriff in der Regel nicht bewusst wahr. Die Sedierung wird kontinuierlich überwacht und sorgt für eine möglichst angenehme und stressfreie Untersuchung.
Bei Bedarf setzen wir moderne KI-gestützte Assistenzsysteme ein, die den Arzt während der Darmspiegelung unterstützen. Die künstliche Intelligenz analysiert die Live-Bilder in Echtzeit und kann dabei helfen, kleine Polypen oder Auffälligkeiten noch besser zu erkennen. Die endgültige Beurteilung und alle medizinischen Entscheidungen erfolgen selbstverständlich weiterhin durch den behandelnden Arzt.
Kapselendoskopie
Die Kapselendoskopie ist ein modernes Untersuchungsverfahren zur Darstellung des Dünndarms. Hierbei schlucken Sie eine kleine Kamerakapsel, die auf ihrem Weg durch den Verdauungstrakt tausende Bilder aufnimmt. Diese werden an ein Aufnahmegerät übertragen und anschließend von uns sorgfältig ausgewertet. Die Untersuchung ist schmerzfrei und kommt ohne Endoskop oder Narkose aus.
Eine Kapselendoskopie wird vor allem dann eingesetzt, wenn der Dünndarm genauer untersucht werden soll. Sie kann beispielsweise bei unklaren Blutungen, chronischen Entzündungen, Eisenmangel, Verdacht auf Morbus Crohn oder anderen Erkrankungen des Dünndarms sinnvoll sein. Ob die Untersuchung in Ihrem Fall geeignet ist, besprechen wir gemeinsam im Vorfeld.
Am Untersuchungstag schlucken Sie die Kamerakapsel mit etwas Wasser. Anschließend können Sie die Praxis verlassen und Ihren normalen Alltagsaktivitäten weitgehend nachgehen. Während die Kapsel den Verdauungstrakt durchläuft, werden die Bilder automatisch aufgezeichnet. Nach Abschluss der Untersuchung geben Sie das Aufnahmegerät wieder in der Praxis ab. Die Auswertung erfolgt anschließend durch den Arzt.
Nein. Die Kamerakapsel ist ein Einmalprodukt und wird in der Regel innerhalb von 24 bis 72 Stunden auf natürlichem Weg ausgeschieden. Eine Rückgewinnung oder Entfernung ist normalerweise nicht erforderlich. Nur in sehr seltenen Fällen, beispielsweise bei bekannten Engstellen im Darm, kann die Kapsel im Verdauungstrakt verbleiben. Deshalb prüfen wir vor der Untersuchung sorgfältig, ob eine Kapselendoskopie für Sie geeignet ist.
Die Kostenübernahme hängt von Ihrer Krankenversicherung sowie von der medizinischen Fragestellung ab. Bei einer medizinisch begründeten Indikation übernehmen private Krankenversicherungen die Kosten in der Regel. Bei gesetzlich Versicherten erfolgt die Kostenübernahme abhängig von den geltenden Richtlinien und dem individuellen Befund. Gerne informieren wir Sie im persönlichen Gespräch darüber, welche Möglichkeiten in Ihrem Fall bestehen.
Labor & Funktionstests
Mit einem H₂-Atemtest können wir feststellen, ob eine Laktose- oder Fruktoseintoleranz vorliegt. Die Untersuchung ist unkompliziert, schmerzfrei und liefert wichtige Hinweise auf die Ursache von Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall nach dem Essen.
Ein H₂-Atemtest wird empfohlen, wenn der Verdacht auf eine Laktose- oder Fruktoseintoleranz besteht. Typische Beschwerden sind Blähungen, Völlegefühl, Bauchkrämpfe oder Durchfall nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel.
Nach einer bestimmten Vorbereitungszeit trinken Sie in unserer Praxis eine Testlösung mit Laktose oder Fruktose. Anschließend wird in regelmäßigen Abständen der Wasserstoffgehalt Ihrer Atemluft gemessen. Anhand der Messergebnisse können wir beurteilen, ob eine Unverträglichkeit vorliegt.
Ja. Damit die Messergebnisse zuverlässig sind, müssen Sie einige Vorbereitungsmaßnahmen beachten. Dazu gehören unter anderem eine Nüchternphase sowie der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel, Medikamente und das Rauchen vor der Untersuchung. Alle wichtigen Hinweise erhalten Sie selbstverständlich vor Ihrem Termin.
Nein. Der Test ist vollkommen schmerzfrei und nicht invasiv. Während der Untersuchung atmen Sie lediglich in ein Messgerät. Gelegentlich können – falls tatsächlich eine Unverträglichkeit besteht – vorübergehend die bekannten Beschwerden auftreten.
Bei einer medizinisch begründeten Fragestellung werden H₂-Atemtests zur Diagnose einer Laktose- oder Fruktoseintoleranz in der Regel von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen. Gerne informieren wir Sie im Vorfeld über die Kostenübernahme in Ihrem individuellen Fall.
Das sagen unsere Patienten über uns:
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